Rundtour Caviggia > Garabiolo > Ponte Romano > La Montagnola > Campagnano > Caviggia
In der Kurve startend geht es schattig bergan nach Garabiolo. In Garabiolo am Hauptplatz dann links der Kirche weiter, durch die kleinen Gäßchen, vorbei am alten Waschplatz und wieder in den Wald auf den alten Steinpfaden Richtung Armio / Cadero / Ponte Romano. Auf dem Weg schon die ersten Wasserläufe, aber das erste Highlight kommt mit Erreichen der Ponte Romano. Hier fließt ein Seitenarm zur Giona ins Tal hinunter, malerisch mit (künstlichen) Wasserfällen und (natürlichen) Gumpen.
Rechts über die Brücke geht es nach Cadero und Armio (Wanderung nach Armio), wir bleiben auf unserer Flußseite und schreiten weiter bergan. An einigen einzelnen Hütten vorbei lichtet sich der Wald, der Blick geht über das Tal, auch ein größerer Wasserfall ist in der Ferne kurz zu bewundern. Die Stromleitungen sind jetzt in allen Richtungen zu sehen – wir nähern uns dem Umspannwerk. Gleich hinter dem Umspannwerk steht man dann recht unvermutet plötzlich auf der Straße. Wer will kann der Beschilderung weiter bergauf zum Lago Delio folgen. Wobei ich persönlich den Stausee nicht mehr so lohenswert als Ziel finde, da er seit einem Jahrzehnt wenig Wasser führt und die Uferstrasse voll asphaltiert ist. (Wer vorher schon die Wanderung auf die Hausberge vom Forcora gemacht hat, hat den See bereits von oben gesehen).
Wir wenden uns nach links (Straße nicht überqueren, Beschilderung beachten) und gehen den – jetzt leider asphaltierten – Weg hinter der Schranke steil hinauf. Ab hier sind wir aus dem Giona-Tal heraus und die Blickrichtung geht zum Schweizer Teil des Lago Maggiores. Am höchsten Punkt des Weges haben wir „La Montagnola“ erreicht. Eine Rast auf den Bänkchen mit Blick hinunter zum Lago und weit hinein in die Tessiner Alpen bietet sich an.
Den Weg weiter folgend geht es ab nun berab. Ziemlich bald läuft man in eine gepflegte Rasenfläche hinein (zumindest im Juli 2022), die ihr am Ende rechter Hand über den Viehzaun wieder verlasst um erneut auf dem alten schmalen und schattigen Saumpfad zu landen. An der nächsten Straßenquerung ist schon Campagnano erreicht. Die Strecke geht rechts auf der Straße ins Dorf hinein weiter. Als kleiner Abstecher bietet sich jedoch noch linkerhand ein Besuch der Kirche San Martino mit ihrer Sonnenuhr an (nur ein paar Schritte mehr). In Campagnano dann wieder das bekannte Dorfbild mit den engen Gassen und verwinkelter Wegeführung. Irgendwie abwärts durchschlängeln (oder notfalls auf der Strasse bleiben) bis zum Ortsausgang. Hinter dem überdachten öffentlichen Sitzplatz – manchmal bespielt durch einen Kaffee-Eis-Limo-Foodcamper – startet der Wanderweg wieder. An der ersten beschilderten Abzweigung links nach Caviggia / Ronchi, nicht nach Veddo oder Musignano. E Voila – Casa Christina ist erreicht.
Wir waren fast 5 Stunden unterwegs, haben jedoch auch mehrere Seitenwege ausprobiert, sind zum Fluß hinuntergeklettert und uns eine ausgiebige Mittagspause gegönnt.